Support Your Sisters Not Your Cisters

FaulenzA wird ihr Buch “Support Your Sisters Not Your Cisters” im Rahmen eines Workshops vorstellen:

Trans*misogynie- das ist die Gewalt, die ich erlebe, seid ich denken
kann. Ich bin mit ihr aufgewachsen, sie hat mich geprägt und
geformt. Sie hat mich tief verwundet, und klein gemacht. Immer
wieder, jeden Tag, in unterschiedlichsten Formen. Mal durch offene
Aggressive körperliche –, mal durch alltägliche, unterschwellige
Gewalt. Ich meine die Art und Weise, wie Leute mit mir reden, mich
behandeln, über mich denken – auch in der (queer)feministischen
Szene. Nun versuche ich mich stark zu machen und gegen
Trans*misogynie zu kämpfen.

Wann: 19.04.2019 // 18 Uhr
Wo: Autodidaktische Initiative; Georg-Schwarzstr. 19, 04177 Leipzig

++ Ticketverkauf geht los ++

Ab Montag könnt ihr euch in Dresden eure Bustickets für die Fahrt nach Annaberg-Buchholz sichern.
Und wie immer gibt es sie nicht nur bei den Mobiveranstaltungen, sondern auch an verschiedenen Orten in der Stadt.

Dieses Mal im Dicken Schmidt und im BioSpäti auf der Rudolfstr. 7 (täglich 16 – 1 Uhr).

Hysterische Milfs in Annaberg-Buchholz

Wir feiern in Annaberg-Buchholz feministische Praxen mit einem feministischen Straßenfest rund um die Demonstration “Leben schützen! Abtreibung legalisieren ” am Samstag, den 25.05.2019.

Auch in diesem Jahr schaffen wir in Annaberg eine öffentlichen Raum für Diskurs, Austausch und Musik. Es wird eine leckere KüFa (Küche für Alle) und allerhand Infostände geben.

Heute veröffentlichen wir die ersten Künstler_innen die uns nach Annaberg begleiten!

Wir freuen uns daher wahnsinnig das wir die Hysterischen MILFs für einen Auftritt gewinnen konnten.

“„Hysterische MILFS“ ist ein Musikprojekt, das weibliche, insbesondere mütterliche, kollektive und strukturelle Wut artikuliert.
In der neoliberalen Welt, in der die autobiografische und psychologische Erzählung Vorrang vor der politischen hat, stellen wir Zusammenhänge her: zwischen unseren Erfahrungen als Frauen und Mütter, die sich ähneln, zwischen patriarchaler, kapitalistischer und anderer struktureller Gewalt, die täglich zur Huldigung und Befestigung der Ordnung wiederholt wird. Dem Angebot, uns individuell selbst zu verwirklichen – als Mutter, Arbeitende und Frau – setzen wir unsere gesammelte Wut entgegen. Weil wir glauben, dass man der Gesamtscheiße nicht nur mit besonnenen Analysen, sondern auch mit offener Wut begegnen muss. Damit durchbrechen wir nicht nur einen Kreis von Autoaggression, sondern setzen auch dem Vorwurf der kalten political correctness, der dem zeitgenössischen Feminismus anhaftet, reale emotions entgegen.

Wenn wir zu lautem Techno Sätze wie „STRENG DICH AN, SONST HOL ICH DIE SAUGGLOCKE“, „DU ARBEITEST SCHON WIEDER? UND DEIN KIND?“, „GANZ DIE MAMA!“, „KOMM MIR JETZT NICHT MIT DIESER DEPRESSION!“ oder „SEI DOCH NICHT SO LAUT, DAS GEHÖRT SICH NICHT FÜR EIN MÄDCHEN“ säuseln, raunen und brüllen, schleudern wir das zurück, was jeden Tag an paternalistischen Ratschlägen, sexistischen Zuschreibungen, repressiven und regressiven Erwartungen und anderen verbalen Zurichtungsversuchen auf uns niedergeht.
Dabei scheißen wir auf Professionalisierung. Unsere Qualifikation ist nicht etwa Musikalität, sondern geteilte Erfahrung. Wir sind überzeugt, dass die Intensität unserer improvisierten Shows nichts mit perfekter Gesangstechnik zu tun hat, sondern damit, dass etwas Verrücktes passiert, wenn wir uns die Sätze, die wir tatsächlich gesagt bekommen haben, aneignen und zurück schreien. Das merken auch die Zuschauer*innen, die herzlich aufgefordert sind, uns während der Show ihre persönlichen Schmerz- und Kotz-Sätze auf Zetteln anzureichen und zuzuschauen, wie sie Teil der Performance werden. Da fliegen nicht nur Tampons, da fließen auch mal Tränen. Oder, wie Paula von unten gesagt hat: „Ich hatte noch nie so Bock zu tanzen und hatte gleichzeitig so ein krasses Unwohlsein“.
Dieses Unwohlsein produktiv zu machen, das ist für uns der erste Schritt auf dem Weg in eine Welt, die jenseits von Altherrenwitzen, gutgemeinten Ratschlägen, Mythen und Projektionen darauf wartet, von uns entworfen zu werden.”

Vortrag am 4. April – Selbstbestimmung und Eugenik – Die Abtreibungsdebatte in den 1980er Jahren

Der Vortrag zeichnet den Konflikt zwischen der Frauenbewegung und der Behindertenbewegung vor dem Hintergrund der sich entwickelnden Pränataldiagnostik nach. Anhand dieser Konfliktgeschichte sollen Fragen und Thesen diskutiert werden: Was bedeutete „Selbstbestimmung“ für die Frauenbewegung? Warum analysierten Krüppelfrauengruppen Abtreibungen von Föten mit „Fehlbildungen“ als behindertenfeindlich? Welches Verständnis von Natur und Körper vertraten die frauen- und behindertenbewegten Aktivistinnen? Und wie hängt der Konflikt mit der „Aufarbeitung“ der NS-Krankenmorde zusammen?

Pia Marzell lebt und arbeitet in Leipzig. Sie ist Teil des AK.Unbehagen, in welchem sie sich gerade mit feministischen Vorstellungen von Utopie auseinandersetzt. Sonst liegen ihre inhaltlichen Schwerpunkte auf der Geschichte des Nationalsozialismus und deren Implikationen in der Gegenwart, der Behinderten- und der Frauenbewegung.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Fachschaftsrat Kulturwissenschaften statt. Der Veranstaltungsraum ist barrierearm.

Wann: 04.04.2019 19 Uhr
Wo: GWZ- Das Geisteswissenschaftliche Zentrum Hörsaal 2010

Prag, 27. April – gegen den “nationalen Marsch für die Familie”

+++ Infos + Mobi-Veranstaltung + Aufruf +  Busanreise aus DD +++

Nicht nur in Deutschland wird für ein reaktionäres Familienbild mobil gemacht, auch in Tschechien gibt es aktuell Versuche, den gesellschaftlichen Fortschritt wieder zurück zu drehen. Die URA aus Dresden als langjähriges Bündnismitglied von Pro Choice Sachsen berichtet dazu:

In Prag findet seit einigen Jahren ein „nationaler Marsch für die Familie“ der Organisation “Hnutí pro život” (“Movement for life”) mit erschreckend großem gesellschaftlichen Zuspruch statt. Die Bewegung hat ein bürgerliches Auftreten und schafft es so, Verbündete bis in die höchsten Schichten der Gesellschaft zu finden, darunter der Präsident Tschechiens, viele Parlamentarier*innen, die Tschechische Bahn und die Prager öffentlichen Verkehrsbetriebe. Dadurch konnte die Bewegung zu einer einflussreichen Lobbygruppe mit zivilgesellschaftlichem Antlitz werden und ihre Demo von 200 auf bis zu 5000 Teilnehmende 2018 vergrößern – und ihr Einfluss wächst weiter. Dabei können die meisten der Leute auf der Demo als sich wenig politisch definierende christliche Familien gesehen werden und nur wenige konnten als Teil extremer rechter Bewegungen ausgemacht werden. Aus diesen Gründen werden sie allgemein und auch medial nicht wirklich als Bedrohung gesehen, doch genau darin liegt die hohe Gefahr des wachsenden Einfluss dieser Bewegung als Teil des allgemeinen gesellschaftlichen Rechtsrucks.

Weiterlesen

30.03. – Soliparty in Leipzig :)

Der Abend beginnt pünktlich um 20 Uhr (Einlass 19:30Uhr) mit der Buchvorstellung zu „UNERHÖRT! – ADBUSTING GEGEN DIE GESAMTSCHEIßE“. Das Buch ist erst dieses Jahr durch den Berlin Busters Social Club erschienen und versteht sich als Sammlung von ziemlich politischer Straßenkunst aus Berlin. Bei Adbusting geht es um die Veränderung öffentlich zugänglicher Werbeflächen, sodass bei den Betrachtenden völlig neue Eindrücke erweckt werden. Die Buchvorstellung wird auf Beispiele der letzten Jahre und Monate aus Berlin eingehen.

Ab circa 21:30 Uhr beginnen wir mit dem Einlass für die SOLIPARTY für Pro Choice und ab 22 Uhr hören wir:

Lila | Leipzig | Techno / Industrial | https://soundcloud.com/lilananila/lila-sinsory-x-inferno-2018-10-19-elipamanoke/s-BMDay

Palim Palim | Berlin | Industrial | https://soundcloud.com/daflooo

DAS WOLLT IHR NICHT VERPASSEN!

WO? im hxndstxnd&mxrxl, Leipzig – ask your local feminists! ;)

Leben schützen! Abtreibung legalisieren! – Für eine feministische Praxis

Seit 2010 versammeln sich Abtreibungsgegner*innen zu einem sogenannten “Schweigemarsch für das Leben” in Annaberg-Buchholz.

Die Veranstaltung wird aktuell vom Verein “Lebensrecht Sachsen e.V.” organisiert und ist ein Sammelbecken für Personen und Organisationen, die Nationalismus, Sexismus und feindliche Einstellungen gegenüber homosexuellen Menschen sowie trans, inter* und nicht binären Personen verbreiten. Eines ihrer Hauptziele ist das Verbot von Abtreibung, ohne die Möglichkeit auf Ausnahmen, sowie ein weiteres Bestehen des Verbots von Sterbehilfe.

Aufgrund restriktiver Gesetze haben jährlich ca. 22 Millionen ungewollt Schwangere weltweit keinen Zugang zu einem sicheren, legalen Schwangerschaftsabbruch. In Deutschland ist Schwangerschaftsabbruch per Strafgesetz geregelt und nur unter strengen Auflagen straffrei. Jedes Jahr sterben ca. 47.000 schwangere Personen an den Folgen von unsicher durchgeführten Schwangerschaftsabbrüchen. Unzählige weitere leiden unter gesundheitlichen Folgen oder juristischer Verfolgung.

Daher sind Abtreibungsgegner*innen nicht für das Leben. Denn wer das Leben ungewollt schwangerer Menschen schützen will, muss Abtreibungen legalisieren! Diese Legalisierung ist auch in Deutschland nicht erreicht. Im Gegenteil – noch immer stellen die §§ 218 ff. StGB Abtreibungen generell unter Strafe.

Wir kämpfen für ein selbstbestimmtes Leben und deshalb fordern wir:

  • Die Abschaffung von § 218 StGB! Abtreibungen müssen legal, kostenlos und sicher sein!
  • Informationsfreiheit umsetzen! Es muss möglich sein, öffentlich über Abtreibungsmöglichkeiten aufzukären! §219a StGB abschaffen!
  • Inklusion leben! Für eine Gesellschaft, in der es keine Rolle spielt, ob ein Kind mit oder ohne Behinderung auf die Welt kommt!
  • Die Gleichberechtigung aller sexuellen Lebensweisen und geschlechtlichen Identitäten!
  • Weltweiten kostenlosen Zugang zu Verhütungsmitteln sowie Aufklärung über den menschlichen Körper und Sexualität!

Kommt mit uns am 25.05.2019 zu Demonstration und Straßenfest nach Annaberg-Buchholz!
Antifeministischen Fundis und Rechten den Tag versauen!

Aktionstag #wegmit219a #keinekompromisse

Zum bundesweiten Aktionstag am 26.01.2019 veröffentlichen wir unsere kritische Stellungnahme zum sogenannten 219a-“Kompromisspapier” der Bundesregierung. Leider stellt sich dieses wie befürchtet als komplette Mogelpackung heraus. Daher ist es umso wichtiger, weiter Druck zu machen, damit die Kriminalisierung von Ärzt*innen und die Stigmatisierung von Schwangerschaftsabbrüchen endlich beendet werden.

Wie viele andere sagen wir #keinekompromiss und rufen zusammen mit den Kritischen Mediziner_innen Dresden zu einer Kundgebung in Dresden auf (FB-Event). Wir starten 11:30 auf der Prager Straße am Pusteblumenbrunnen.

 

Nächstes Urteil gegen pro choice – Aktivisten

Am 12. Juni 2017 fand unsere Demonstration “Leben schützen! Abtreibung legalisieren! Weg mit § 218!” in Annaberg-Buchholz statt. Bei der Abreise, d.h. beim Zustieg in die Busse, kam es aus heiterem Himmel zu massiven Übergriffen seitens der anwesenden sächsischen Polizei.

Im Rahmen dieses Polizeieinsatzes kam es zu temporären Ingewahrsamnahmen, bei denen zwei Personen ihre Personalien abgeben mussten und sich im Anschluss mit Anzeigen wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte (nach dem wenige Wochen zuvor verschärften § 113 StGB) bzw. Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte in Tateinheit mit Körperverletzung konfrontiert sahen. Das erste Verfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte § 113 StGB wurde gegen eine Auflage, d.h. eine Zahlung in Höhe von 200 € an eine gemeinnützige Organisation, eingestellt. Das zweite Verfahren (Widerstand in Tateinheit mit Körperverletzung) begann am 12. März 2018, wurde am 12. Juli 2018 fortgesetzt und endete nach insgesamt drei Prozesstagen mit folgendem Urteil: 120 Tagessätze á 50 € zzgl. Schmerzensgeld an den Polizeibeamten in Höhe von 300 €. Der Angeklagte hat zudem die gesamten Gerichtskosten zu tragen. Das Strafmaß bedeutet, dass die angeklagte Person vorbestraft ist. Der Richter folgte mit seinem Urteil immerhin nicht der Staatsanwaltschaft, die sechs Monate Haft ohne Bewährung gefordert hatte.

Pro Choice Sachsen kritisiert die Verurteilung auf das Schärfste. Von Beginn an haben Polizeikräfte unsere Demonstrationen in Annaberg drangsaliert, schikaniert und mit rechtswidrigen Überwachungsmaßnahmen überzogen. Ihre Einschüchterungsstrategie wird nicht aufgehen. Ihre Repression und auch der verschärfte Strafrechtsparagraph 113 werden uns nicht davon abhalten, für die volle Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen und für den Feminismus auf die Straße zu gehen. Von unserer Kritik an christlichem Fundamentalismus und dem antifeministischen Rollback werden wir uns nicht abbringen lassen! Wir möchten auch in Zukunft, dass alle Menschen, die unsere Ziele teilen, sich unseren Demonstrationen anschließen können und nicht aus Furcht vor Polizeigewalt, Repression und Prozesskosten zu Hause bleiben. Deshalb werden wir den Angeklagten mit den anstehenden zu zahlenden Kosten nicht allein lassen! Wir bitten euch deshalb, Geld zu spenden und/oder Solitresen/Solikonzerte/Soliparties zu organisieren.

Spendenkonto:
evibes e.V.
Ostsächsische Sparkasse Dresden
IBAN: DE 22 8505 0300 0221 0618 35
BIC: OS DD DE 81 XXX
Kennwort: Spende Repression

PRO CHOICE UNITED!