Archiv des Autors: prisma

Die Fundis sind erzürnt!

Lebensrecht Sachsen e.V. ist erzürnt.
Erzürnt über die Solidarisierung der SPD Landtagsabgeordneten Simone Lang mit dem Bündnis Selbstbestimmung C+ERZ und damit dem Recht auf Abtreibung. Sie sind erzürnt über ein besprühtes Mobischild von ihnen, über die Broschürenaktion, über linke Politik, über den Wunsch nach Selbstbestimmung. Ein Grund zur Freude!

Spendenaufruf für Antirepressionsarbeit

Am 12. Juni ist es mal wieder soweit, dass christliche Fundamentalist*innen und andere selbsternannte „Lebensschützer*innen“ gemeinsam in Annaberg-Buchholz gegen das Recht auf Abtreibung demonstrieren wollen. Was sich hier als „Lebensschutz“ darstellt, ist ein fundamentaler Angriff auf das Selbstbestimmungsrecht von schwangeren Personen und Teil eines stärker werdenden Antifeminismus in dieser Gesellschaft, dem wir uns entschlossen in den Weg stellen! Bereits in den letzten Jahren konnten wir, das Pro Choice Sachsen Bündnis, den Hetzer*innen Steine in den Weg legen und deutlich machen, was wir von ihrem christlichen – fundamentalistischen Weltbild halten: Rein gar nichts.
Leider wurde unser Protest in den letzten Jahren massiv kriminalisiert und polizeilich verfolgt. Entsprechend ist nicht davon auszugehen, dass die polizeiliche Repression dieses Jahr weniger werden wird. Deshalb sind wir auf eure Hilfe angewiesen. Sammelt bitte Spenden in euren Kontexten, macht Soli – und Infoveranstaltungen und zeigt euch solidarisch mit den Protesten gegen den neurechten, sowie christlich – fundamentalistischen Antifeminismus. Jede Unterstützung ist wertvoll und hilft uns!

e*vibes – für eine emanzipatorische praxis e.V.
Ostsächsische Sparkasse Dresden
IBAN: DE 22 8505 0300 0221 0618 35
BIC: OS DD DE 81 XXX
Kennwort: Spende Repression

 

Pressemitteilung vom 07.Juni 2017: Leben schützen! Abtreibung legalisieren! Weg mit § 218!

Am 12. Juni soll bereits zum achten Mal der sogenannte „Schweigemarsch für das Leben“ in Annaberg-Buchholz stattfinden. In der Kleinstadt im Erzgebirge treffen sich christliche Fundamentalist*innen und Nationalist*innen, um gegen das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche zu demonstrieren. Organisiert wird die Demonstration vom Verein „Lebensrecht Sachsen“. Dessen Führungsriege pflegt enge Verbindungen zu evangelikalen Freikirchen, zu rechtsextremen Kreisen und zur sächsischen CDU.
Gegen diese Allianz hat sich breiter Widerstand formiert. Das Bündnis „Pro Choice Sachsen“ hat für den 12.06.2017 eine Demonstration in Hör- und Sichtweite zum „Schweigemarsch“ angemeldet. Zu den Protesten werden ca. 250 Teilnehmer*innen erwartet. Busse kommen u.a. aus Berlin, Chemnitz, Dresden, Jena und Leipzig. Dieses Jahr lautet das Motto der Gegendemonstration: „Leben schützen! Abtreibung legalisieren! Weg mit § 218!“
„Jedes Jahr sterben weltweit etwa 47.000 Menschen an den Folgen illegalisierter Abtreibungen“, so Lisa Mueller, die Sprecherin des Bündnisses. „Andere sitzen im Gefängnis, weil sie selbst Abtreibungen vorgenommen haben oder weil sie nach einer Fehlgeburt verdächtigt wurden, dies getan zu haben. Das zeigt: Wer Leben schützen will, muss das Recht auf Abtreibung verteidigen.“
Auch im deutschen Strafgesetzbuch steht noch immer der Paragraph 218, der Abtreibungen verbietet. Lediglich unter bestimmten Bedingungen sind Abtreibungen in Deutschland straffrei möglich. Pro Choice Sachsen fordert die ersatzlose Abschaffung des § 218, niedrigschwelligen und kostenlosen Zugang zu Aufklärung und Verhütungsmitteln, sowie die Gleichberechtigung aller Familienformen und Lebensweisen.
„Körperliche und sexuelle Selbstbestimmung ist ein Grundrecht. Wir lassen uns nicht vorschreiben, wie wir leben und wen wir lieben“, sagt Lisa Mueller. „Wer eine Schwangerschaft abbrechen will, muss das unter den bestmöglichen Bedingungen tun können: legal, sicher und kostenlos. Wer Kinder bekommt oder erzieht, braucht dafür Anerkennung und Unterstützung. Das gilt besonders für diejenigen Familien, die gesetzlich wie gesellschaftlich benachteiligt werden: Migrantische und geflüchtete Familien, Regenbogenfamilien, Patchwork-Konstellationen, Alleinerziehende und Eltern von Kindern mit Behinderungen.“
Im Bündnis Pro Choice Sachsen haben sich feministische, queere und antirassistische Gruppen aus Sachsen und Umgebung zusammengeschlossen. In Vorbereitung auf die Demonstration finden bereits seit April in verschiedenen Städten öffentliche Veranstaltungen statt. Darin geht es u.a. um die Lebensrealitäten von Regenbogenfamilien und von Familien mit behinderten Kindern, um eine Kritik an der Ideologie des Familismus sowie um eine Analyse der sogenannten „Lebensschutz“-Bewegung.

 

Nur eins kann uns retten..

..bildet Ketten!

Wir wünschen uns für den Montag eine entschlossene und kraftvolle Veranstaltung, die sich selbst schützen kann. Daher wünschen wir uns, vor allem vorne, Menschen/Gruppen die geschlossen gehen.
Ebenso freuen wir uns wenn ihr die Bedeutung der Demonstration auf dem Schirm habt und vorne Platz für FLTIQ*-Reihen lasst.

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Appel à manifester

Défense de la vie ! Légalisation de l’avortement ! En finir avec le § 218 du Code pénal allemand !

Chaque année, les opposants à l’avortement se rassemblent. Depuis 2010, c’est à Annaberg-Buchholz, dans le sud-Ouest de la Saxe (Est de l’Allemagne), qu’une mobilisation appelée « marche du silence » se répête. Elle vise le droit qu’a chaque personne de disposer de son corps et d’en décider – en particulier de celles qui peuvent tomber enceinte. Cette mobilisation est actuellement organisée par l’association « Lebensrecht Sachsen » (« Droit à la vie – Saxe »). L’initiateur Thomas Schneider n’est pas seulement un membre fondateur de groupes évangelistes : il est également connu dans les cercles nationalistes et racistes. Les « Marches du silence » dans cette région de la Saxe sont un point de rencontre pour les personnes et les organisations soutenant les logiques nationalistes, racistes, sexistes, homophobes et transphobes. Au milieu de ces revendications, l’interdiction de l’avortement est un des fers de lance de ces groupes conservateurs.

En raison d’une loi restrictive, c’est chaque année 22 milions de femmes dans le monde qui ne trouvent pas de solution légale et sûre d’interrompre une grossesse non-désirée. Heureusement, l’accès aux médicaments abortifs est de plus en plus facilité. Mais de nombreuses personnes sont encore contraintes de recourir à des méthodes dangereuses pour avorter, comme l’introduction de corps étrangers dans l’utérus, ou à dépenser des sommes importantes quand cela est possible pour rejoindre les pays où l’avortement est autorisé. On compte chaque année environ 47 000 femmes qui meurent des conséquences d’une interruption illégale de grossesse. Un nombre incalculable de femmes souffrent de complications ou de poursuites judiciaires.

Selon toute logique, les opposant.e.s à l’avortement ne sont donc pas pour la vie, mais contre. Protéger la vie des femmes qui se trouvent confrontées à une grossesse non-désirée, c’est promouvoir la légalisation de l’avortement. Rappelons que cette légalisation n’est pas atteinte en Allemagne. Au contraire : le paragraphe 218 du StGB (le Code pénal allemand), considère toujours l’avortement comme un déli pénal.

Il faut que ça change ! C’est pourquoi nous nous rassemblons autour du mot d’ordre : Défense de la vie ! Légalisation de l’avortement ! En finir avec le § 218 !

Venez nombreux.ses lundi 12 Juin 2017 à Annaberg-Buchholz, 17h.

Parking : Geyersdorfer Straße

Plus d’infos sur : schweigemarsch-stoppen.de