Kulturkampf und Gewissen – Veranstaltungsmitschnitt

Wer am vergangenen Freitag nicht bei der Vorstellung des Buches “Kulturkampf und Gewissen” dabei sein konnte – hier gehts zum Mitschnitt:

Medizinethische Strategien der “Lebensschutz”-Bewegung.

Die so genannte Lebensschutz-Bewegung oder Anti-Choice-Bewegung will in die Offensive: Sie möchte nicht nur die Zugänge zu Schwangerschaftsabbrüchen erschweren, sondern führt auch einen Kulturkampf zur Retraditionalisierung der Geschlechter- und Familienverhältnisse, um christliche Moral und das ärztliche Gewissen. Damit ist sie Teil eines konservativen bis extrem rechten, in Teilen antidemokratischen, Aufschwungs. Die Autor*innen analysieren in “Kulturkampf und Gewissen. Medizinethische Strategien die neuen medizinethischen Strategien der so genannten LebensschützerInnen, ihre Stärken, Schwächen und internen Widersprüche. Damit liefern sie das Material für eine kritische Auseinandersetzung mit Anti-Choice – und die Grundlage für den nötigen Widerstand.

Über ein Jahr lang haben Eike Sanders und Ulli Jentsch, Mitarbeiter*innen des Antifaschistischen Pressearchivs und Bildungszentrums (apabiz) zusammen mit der freien Journalistin und Autorin Kirsten Achtelik recherchiert, gelesen, Thesen mit Kolleg*innen und Aktivist*innen diskutiert und aufgeschrieben. Kulturkampf und Gewissen ist beim Berliner Verbrecherverlag erschienen.

Gaidao 06/18: KALEB – eine Organisation ostdeutscher Abtreibungsgegner*innen

KALEB ist eine Abkürzung und steht für „Kooperative Arbeit Leben Ehrfürchtig Bewahren“, eine Gruppe von so genannten „Lebensschützer*innen“ (Erklärung zum * siehe Fußnote), so ihre Selbstbezeichnung. Als „Lebensschützer*innen“  bezeichnen sich im deutschsprachigen Raum meist christlich motivierte Abtreibungsgegner*innen. Diese Bewegung entstand in Westdeutschland in Reaktion auf die Liberalisierung des Abtreibungsrechts – ein  (Teil-)Erfolg der Frauen*bewegung. Die Szene der 'Lebensschützer*innen' ist insgesamt aufgespalten in mindestens 60 Gruppen, die sich in Radikalität und Schwerpunktsetzung noch einmal stark voneinander unterscheiden. Das geht bis zu Gruppen wie die Initiative „Nie nieder!“, die Schwangerschaftsabbrüche als „Babycaust“ bezeichnet und Psychoterror gegen Ärzt*innen befürwortet, die Abbrüche vornehmen.

Inhalte von KALEB

Auf den ersten Blick ist KALEB eine Organisation, die vor allem schwangere Frauen* und Frauen* mit Kindern unterstützt, etwa durch die Verteilung von Kleidung oder andere unterstützende Maßnahmen. Tatsächlich ist die Hilfstätigkeit auch ein wichtiger Aspekt in der Arbeit von KALEB. Das zugrunde liegende Motiv jedoch entspringt den eigenen christlich-reaktionären Überzeugungen. Die religiöse Motivation ist von außen nicht immer gleich ersichtlich, aber in den eigenen Schriften wird sie offen verkündet. Etwa im KALEB-Rundbrief 2015: „Darum tut es uns gut, unser Leben mit seinen oftmals bescheiden wirkenden Bemühungen nicht als Nachhutgefechte einer
alten Ordnung zu begreifen, sondern als Vorhut der kommenden Erlösung der geschundenen Menschen. Das Gericht behält Gott sich vor – welche Entlastung für uns! Wir dürfen uns darauf beschränken zu retten, was zu retten ist.“

Aus dieser christlichen Überzeugung wird abgeleitet, dass ab der Befruchtung der Eizelle Leben vorhanden sei, was gegen das Selbstbestimmungsrecht der Frau* unbedingt 'geschützt' werden müsse. In internen Materialien werden die Abbrüche nach dieser Logik auch folgerichtig als „Mord“ oder „Tötung“ bezeichnet. So hieß es etwa im
KALEB-Sommer-Rundbrief 2014: „Ja, es findet jedes Jahr ein grausames Massentöten auf schrecklich stille Weise statt!“

Diese Verweigerung des Selbstbestimmungsrecht auf Schwangerschaftsabbruch wird nicht selten noch um eine große Portion Homophobie ergänzt. So schrieb etwa im Jahr 2003 der damalige KALEB-Bundesvorsitzende einen
Brief an die BRAVO, in dem er das Dr. Sommer-Team aufforderte, damit aufzuhören Homosexualität als  gleichwertig zu Heterosexualität darzustellen und vorschlug stattdessen lieber „Schwulenheilung“ zu propagieren.

Für ihre antifeministischen Positionen gehen mehrere hundert „Lebenschützer*innen“ alljährlich in Annaberg-Buchholz auf die Straße. An diesen „Schweigemärsche für das Leben“ beteiligt sich auch KALEB. So sprachen etwa als Redner*innen am 14. Mai 2012 in Annaberg-Buchholz neben Steffen Flath (damaliger Vorsitzender der
CDU-Fraktion im sächsischen Landtag), auch Gerhard Steier (damaliger KALEB-Bundesvorsitzender) und Ruthild Kohlmann, Vorsitzende von KALEB in Chemnitz und mutmaßlich Mutter von Martin Kohlmann, der für die rechtspopulistische Formation „Pro Chemnitz“ im Stadtrat sitzt.

Beim 8. Schweigemarsch für das Leben am 12. Juni 2017 in Annaberg-Buchholz sprach neben Hedwig Freifrau von Beverfoerde aus Magdeburg, Veranstalterin der homophoben „Demo für alle“ in Stuttgart, auch Gerhard Steier aus Chemnitz. Steier wurde inzwischen als Geschäftsführer der Geschäftsstelle in Chemnitz von Jörg Weise aus Zwickau abgelöst. Auch an dem ersten „Marsch für das Leben“ 2002 in Berlin war KALEB unter Walter Schrader organisierend beteiligt.

KALEB im Osten

Nach der Vereinigung von BRD und DDR in einem allgemeinen nationalistischen Taumel konnten sich auch auf dem Gebiet der ehemaligen DDR Gruppen organisierter Abtreibungsgegner*innen gründen. Die 1990 in Leipzig
gegründete KALEB ist hauptsächlich in den neuen Bundesländern aktiv. Sie ist evangelikal geprägt und Mitglied im Dachverband „Bundesverband Lebensrecht“.
Ihr Ziel ist ein „Europa ohne Abtreibung und Euthanasie“ - wobei unter letzterem auch jede Form von Sterbehilfe verstanden wird.

KALEB verfügte 2016 deutschlandweit über 37 Regionalgruppen. Neben den KALEB-Regionalverbänden existiert auch noch die Initiative „Teen-Star“, die versucht Jugendlichen mit einer konservativen Sexualpädagogik eine entsprechend konservative Sexualmoral zu vermitteln. Außerdem verfügt KALEB mit „Young and Free Kaleb“
(YAF) über eine eigene Jugendorganisation mit Sitz in Schwarzenberg.

Innerhalb der neuen Bundesländer kann das südliche Sachsen, also das Erzgebirge und das Vogtland als Schwerpunktregion von KALEB gelten. Nicht zufällig wurde 2016 der KALEB-Sitz von Berlin nach Chemnitz
verlagert, dem Tor zum Erzgebirge.

In Chemnitz wurde bereits am 10. März 2017 in der Augustusburger Straße feierlich das „Haus für das Leben“ eingeweiht, dessen Grundstein im Juni 2013 gelegt wurde. In diesem ist der Verein „KALEB Region Chemnitz e. V.“, die Chemnitzer Beratungsstelle und die KALEB-Bundesgeschäftsstelle angesiedelt. Zur Eröffnung gratulierte
auch der CDU-Landtagsabgeordnete Peter Wilhelm Patt, der auch Mitglied von drei katholischen Studentenverbindungen ist.

Die Verwurzelung von KALEB am Beispiel Sebnitz

In Sachsen ist KALEB gut in die regionale Zivilgesellschaft integriert. Ein Beispiel dafür ist Sebnitz. Laut einem taz-Bericht teilt KALEB Sebnitz sich am Marktplatz ein Haus mit dem „Deutschen Roten Kreuz“ und die Stadt zahlt KALEB Sebnitz dem Verein eine „Mietstütze in Höhe von ca. 57 Prozent auf die Gesamtmiete“. Außerdem lieferte
KALEB zusammen mit der Kirche den Hebammen im Klinikum Sebnitz jedes Jahr Geschenkbeutel, die sie an junge Mütter* verteilen - Baby-Utensilien und Prospekte. Erst nach einer Nachfrage der taz hat die Klinikleitung das untersagt. Noch 2014 durfte KALEB seine Termine in einer eigenen Rubrik im Amtsblatt der Stadt Bad Schandau veröffentlichen.

Bis November 2017 war Bernd Katzschner Leiter der KALEB-Ortsgruppe Sebnitz. Der Diplom-Sozialarbeiter war Vollzeit-Mitarbeiter für KALEB, aber angestellt bei der Diakonie in Pirna.Auf dem Sebnitzer Friedhof hat KALEB sogar einen Gedenkstein „an ungeborenes Leben“ errichten lassen.

 

Überschneidungen zur politischen Rechten

KALEB darf als Teil der christlichen Rechten betrachtet werden. Diese weist immer wieder auch personelle und thematische Überschneidungen zur extremen Rechten auf.

Für KALEB engagiert sich beispielsweise auch Hanne Kerstin Götze (* 1960). Die gelernte Diplom-Bibliothekarin ist Autorin des Buches „Kinder brauchen Mütter“, welches 2011 im extrem rechten Ares-Verlag mit Sitz in Graz erschien. Dass sie gelegentlich auch für die neurechte Wochenzeitung „Junge Freiheit“ schreibt, verwundert da kaum.

Am 15. September 2017 referierte sie bei der neurechten „Bibliothek des Konservatismus“ in Berlin zum Thema „Elternbindung statt Krippenplatz – Für eine Willkommenskultur für Kinder“.

KALEB als Ausdruck der (südwest-)sächsischen Verhältnisse

KALEB ist ein wichtiger Baustein im evangelikalen Netzwerk im Erzgebirge und Vogtland. In diesem sächsischen Bibelgürtel existiert im Gegensatz zum restlichen Ostdeutschland eine christlich-konservative Mehrheitsgesellschaft, in der ein starker evangelikaler Flügel auf landeskirchlicher Ebene den Ton angibt. Auf wahlpolitischer Ebene ringen um die Stimmen dieses Klientels AfD und CDU miteinander. Hier wildert die AfD mit ihrer Forderung nach einer „Wilkommenskultur für Ungeborene“ erfolgreich im Revier der rechtskonservativen
Sachsen-CDU.

Dass ein Teil der „Lebensschützer*innen“ sich von der Union weg bewegt, kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass die Aufmärsche in Annaberg nicht mehr von den „Christdemokraten für das Leben“, sondern von dem
parteipolitisch neutralen „Verein Lebensrecht Sachsen“ organisiert werden.

Fußnote: Das Sternchen hinter dem Begriff Frau* soll die soziale Konstruktion des Geschlechts verdeutlichen, das gleiche gilt für Mann*

LESETIPP: Eike Sanders, Ulli Jentsch & Felix Hans: „Deutschland treibt sich ab“. Organisierter »Lebensschutz«, christlicher Fundamentalismus und Antifeminismus, 2014.

 

1. Juni: Demovorbereitung in Dresden

Basteln, Malen, Nähen mit der kosmotique von 12 bis 16 Uhr

Die Betreiber_innen der Kosmotique laden zum kreativen Come-Together ein: Wir wollen in Vorbereitung auf die Demonstration von Pro Choice am 16. Juni in Annaberg-Buchholz Demountensilien bauen/nähen/malen. Denn: unsere Demo ist die schönste! Was wir stellen: Platz, Nähmaschinen, Fahnenstoffe, Transparentstoff, Farben und Pinsel. Alles das ihr darüber hinaus braucht, bringt bitte selbst mit.

29. Mai in Jena: Filmvorführung zum Abtreibungsparagraph §218

Von 15 bis 18 Uhr im Gewerkschaftslokal “Milly Witkop” Bachstraße 22, organisiert von Pekari

Filmtitel: “Maria, Christiane, Else, Karin, Lea, Lydia, Petra S., Petra W., und der § 218”, Essayfilm 2015, 74 Min

Seit 1871 steht der § 218 im deutschen Strafgesetzbuch. Kurz nach der Proklamation des deutschen Nationalstaats wurde auch das Reichsstrafgesetzbuch verkündet, das bis heute – mittlerweile als Strafgesetzbuch der Bundesrepublik Deutschland – Geltung hat. § 218 bestimmt die Lebensrealität von Frauen*, die ungewollt oder ungeplant schwanger sind und kein Kind austragen wollen.
Je nach spezifischer Ausführung des Gesetzes, Lage der politischen Kämpfe gegen das Gesetz und dem ökonomischen und ideologischen Stand der Gesellschaft fällt diese Realität zu verschiedenen historischen Zeiten verschieden aus. In Interviews und literarischen Texten erzählt der Film vom Erleben des Schwangerschaftsabbruchs.
Die Erfahrungen unterscheiden sich nicht nur dem Jahr oder dem Jahrzehnt nach, sondern sind je nach Erzählerin ganz verschieden. Allem Erleben gemein ist: dem Wissen, was in der eigenen, historisch-spezifischen und persönlich-erlebten Situation das Richtige ist, steht ein Paragraph gegenüber. In großer Ruhe wird hier von dem, was tabuisiert war und ist, offen erzählt: der Abtreibung.

30. Mai in Leipzig: Kriminalisierung von Informationen über Schwangerschaftsabbrüche

# 1 § 219a Strafgesetzbuch – Kriminalisierung von Informationen über die Möglichkeit des Schwangerschaftsabbruchs und reproduktive Rechte in Deutschland

Prof. Dr. Ulrike Lembke

Mittwoch, 30. Mai 2018, 19 bis 21 Uhr
Hörsaal 2, Hauptcampus Universität Leipzig

 

Im November 2017 wurde die Ärztin Kristina Hänel vom Amtsgericht Gießen verurteilt, weil sie auf ihrer Website darüber informiert hatte, dass sie auch Schwangerschaftsabbrüche vornimmt. Seitdem hat es weitere Anzeigen gegen Ärzt*innen, aber auch gesellschaftliche und politische Diskussionen über die Kriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs in Deutschland gegeben. Ulrike Lembke wird den Regelungsgehalt des § 219a und der §§ 218ff. Strafgesetzbuch und ihre praktischen Auswirkungen erläutern sowie eine Bewertung aus verfassungsrechtlicher Sicht und der internationalen Perspektive reproduktiver Rechte vornehmen.

Notiz zur Referentin: Ulrike Lembke ist Professorin für Gender im Recht an der FernUniversität in Hagen, Expertin im European Equality Law Network und Leiterin des djb-Arbeitsstabes „Reproduktive Gesundheit und reproduktive Rechte“. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören rechtliche Geschlechterstudien, Antidiskriminierungsrecht, Intimität/Öffentlichkeit, Gewalt im Geschlechterverhältnis, Verfassungsrecht, Menschenrechte und ihre Umsetzung.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Schwangerschaftsabbruch – Eine interdisziplinäre Auseinandersetzung mit den §§ 218 ff. Strafgesetzbuch”. In zwei Vorträgen soll die Abtreibungsdebatte im Hinblick auf die §§ 218 ff. Strafgesetzbuch rechtskritisch, feministisch und aus medizinischer Sicht umfassend beleuchtet werden.

# 2 Feministische Kämpfe um Selbstbestimmung und das Recht auf Abtreibung, Katja Krolzik-Matthei und fem*med findet am 6. Juni 2018 statt

Eine Kooperation mit den fem.med – Feministische Medizinstudierende und den Kritischen Jurist_innen Leipzig

Heute 28.05. in Leipzig: PORNO, ADORNO mit Marian Mann

19-22 Uhr in den Ost-Passage-Theater Leipzig

Als Adorno mit der Kulturindustrie abrechnete, beschimpfte er sie als pornografisch und prüde. Die Zuschreibung des Pornografischen ist hier eng mit dem Obszönen verknüpft, steht für reproduzierbaren Effekt ohne kulturellen oder gesellschaftlichen Mehrwert. In seiner Abhandlungen über die Massenkultur beschreibt Adorno das Potential des reinen Kunstwerks und kontrastiert es mit Unterhaltungsformaten aus der Massenproduktion. Was würde Adorno sagen, wenn wir seine Theorie auf zeitgenössische Pornografie und ihre Produktionsweisen anwenden? Spätestens seit den 1970er Jahren, als Pornofilme in die westdeutschen Kinos stürmten, diagnostizieren Soziolog*innen und Pädagog*innen die Pornografisierung der Gesellschaft. Pornografie wird zum Massenphänomen und bleibt trotz zunehmender Verbreitung hart verurteilt und umkämpft.

Seit 2014 studiert Marian Mann Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Im Winter 2016/17 hat sie sechs Monate für die schwedische Pornoregisseurin Erika Lust gearbeitet. In ihrer Forschung beschäftigt sich Mann mit Pornografie und Popkultur. Ihre Abschlussarbeit ist dem Thema „Selling Sex: Das ambivalente Verhältnis von Wirtschaft und Kultur im zeitgenössischen Pornofilm“ gewidmet. Sie bewegt sich in ihrer Analyse zwischen Form und Inhalt, Individuum und Gesellschaft, Wirkmacht und Produktionsweisen. Immer entlang der Fragen: Haben Pornofilme subversives Potential? Und wenn ja, wie könnte so ein Potential genutzt werden? Sie lässt sich auf ein Gespräch mit Adorno, Bourdieu, Kant und Co. über Schmuddelfilme und kapitalistische Wirtschaftssysteme ein. Ein Dialog, der uns schmunzelnd mit der Frage zurück lässt: Kann uns Pornografie mehr erzählen als die favorisierten Sexpraktiken des deutschen Durchschnittsmenschen?

Heute in Berlin! Kundgebung gegen §218!

Heute starten unsere Genoss*innen von Marsch für das Leben? What the Fuck die Plakatkampagne #wegmit218
Warum heute? Heute vor 25 Jahren, am 28.5.1993, entschied das Bundesverfassungsgericht, dass Abtreibungen rechtswidrig sind. WTF?! Zeit für Veränderung: #wegmit218 #wegmit219a

Berliner*innen und alle die in Berlin gerade sind: kommt heute zur Kundgebung vor’s Gesundheitsministerium in Berlin. Mehr Infos: https://whatthefuck.noblogs.org/abtreibung/

#Feminism Unlimited

26.5.18: Lesetournee macht nächsten Stopp in Annaberg-Buchholz

Lesung: “Kulturkampf und Gewissen – Medizinethische Strategien der ‘Lebensschutz’-Bewegung” erschienen im März 2018 im Verbrecher Verlag

Die „Lebensschutz“-Bewegung will in die Offensive: Sie möchte nicht nur die Zugänge zu Schwangerschaftsabbrüchen erschweren, sondern führt auch einen Kulturkampf zur Retraditionalisierung der Geschlechter- und Familienverhältnisse, um christliche Moral und das ärztliche Gewissen. Damit ist sie Teil eines konservativen bis extrem rechten, in Teilen antidemokratischen, Aufschwungs. Die Autor*innen analysieren in “Kulturkampf und Gewissen. Medizinethische Strategien der ‘Lebensschutz’-Bewegung” die neuen medizinethischen Strategien der „Lebensschutz“-Bewegung, ihre Stärken, Schwächen und internen Widersprüche. Damit liefern sie das Material für eine kritische Auseinandersetzung mit den „Lebensschützern“ – und die Grundlage für den nötigen Widerstand.

Über ein Jahr lang hat Eike Sanders, Mitarbeiterin des Antifaschistischen Pressearchivs und Bildungszentrums (apabiz) recherchiert, zusammen mit ihrem Kollegen Ulli Jentsch und der freien Journalistin und Autorin Kirsten Achtelik die Expertise zusammengestellt, gelesen und geschrieben, Thesen und Erkenntnisse mit Kolleg*innen und Aktivist*innen diskutiert. Alle Autor*innen publizieren seit vielen Jahren zu dem Themenbereich.

Referent_innen: Eike Sanders und Ulli Jentsch
Zeit: 19 Uhr
Ort: Neues Konsulat, Buchholzer Straße 57

27.05. – Vorbereitungscafé Leipzig

In Vorbereitung auf die Demonstration am 16.06 in Annaberg-Buchholz wollen wir an diesem Nachmittag, bei Kaffee und Kuchen mit euch ins Gespräch kom- men. Es soll der genaue Ablauf des Tages dargestellt werden und auf Fragen eingegangen werden.

Wenn ihr gern zur Demo kommen würdet, aber noch keine Bezgusgruppe habt, dann gibt es an diesem Tag die Möglichkeit euch mit anderen Menschen zu vernetzen.

Zollschuppenstr. 1, Leipzig
14 Uhr

Zweites Solibild: F* feiern statt fürchten solidarisiert sich mit unseren Kämpfen für das Recht auf Abtreibung

Vom 04.-06. Mai fand in Dresden das F* feiern statt fürchten – Festival statt. Ein feministisches Festival, organisiert vom F*BZ Dresden, dass sich zum Ziel gesetzt hatte Feminist_innen verschiedener Generationen an einen Tisch zu bekommen.

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Bei dieser wunderbaren Veranstaltung ist dieses Bild entstanden. Vielen Dank!