25.5.18: Lesetournee “Kulturkampf und Gewissen” geht in Dresden weiter

Lesung: “Kulturkampf und Gewissen – Medizinethische Strategien der ‘Lebensschutz’-Bewegung” erschienen im März 2018 im Verbrecher Verlag

Die „Lebensschutz“-Bewegung will in die Offensive: Sie möchte nicht nur die Zugänge zu Schwangerschaftsabbrüchen erschweren, sondern führt auch einen Kulturkampf zur Retraditionalisierung der Geschlechter- und Familienverhältnisse, um christliche Moral und das ärztliche Gewissen. Damit ist sie Teil eines konservativen bis extrem rechten, in Teilen antidemokratischen, Aufschwungs. Die Autor*innen analysieren in “Kulturkampf und Gewissen. Medizinethische Strategien der ‘Lebensschutz’-Bewegung” die neuen medizinethischen Strategien der „Lebensschutz“-Bewegung, ihre Stärken, Schwächen und internen Widersprüche. Damit liefern sie das Material für eine kritische Auseinandersetzung mit den „Lebensschützern“ – und die Grundlage für den nötigen Widerstand.

Über ein Jahr lang hat Eike Sanders, Mitarbeiterin des Antifaschistischen Pressearchivs und Bildungszentrums (apabiz) recherchiert, zusammen mit ihrem Kollegen Ulli Jentsch und der freien Journalistin und Autorin Kirsten Achtelik die Expertise zusammengestellt, gelesen und geschrieben, Thesen und Erkenntnisse mit Kolleg*innen und Aktivist*innen diskutiert. Alle Autor*innen publizieren seit vielen Jahren zu dem Themenbereich.

Referent_innen: Eike Sanders und Ulli Jentsch
Zeit: 20 Uhr
Ort: kosmotique, Martin-Luther-Str.13

Tickets von Berlin nach Annaberg-Buchholz

Auch in diesem Jahr fährt Berlin nach Annaberg-Buchholz. Für freuen uns sehr über diese Solidarität mit unseren Kämpfen im sächsischen Hinterland.

Tickets für den Bus aus Berlin könnt ihr im Schwarze Risse, K-fetisch und Café Cralle bekommen.

– What the Fuck goes Bible Belt! Kommt mit! #prochoice #ab1606 #wegmit218 #wegmit219a #nofundis

Heute am 24.05.18: 4 Mobi-Veranstaltungen

Berlin: Mobivortrag

Am 16. Juni rufen selbsternannte “Lebensschützer*innen” zu einem
Schweigemarsch ins sächsische Erzgebirge. Wir werfen einen Blick auf
Abtreibung und reproduktive Rechte in Deutschland, die
“Lebensschutzbewegung”, aktuelle Debatten und informieren über die
diesjährigen Proteste. Außerdem könnt ihr Bustickets für den Tag selbst
kaufen.

Café Cralle (Hochstädterstr. 10a) um 20 Uhr

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Leipzig: Filmscreening von VESSEL & Gespräch mit einer Aktivistin der Gruppe Salud Mujeres

Film, Untertitel und Gespräch auf englischer Sprache

VESSEL, der Dokumentarfilm unter der Regie von Diana Whitten zeigt die Arbeit der niederländischen pro-choice Organisation ‘Women on Waves’. Gegründet von der Medizinerin Dr. Rebecca Gumperts, segelt die Organisation um die Welt und bietet die Durchführungen von Schwangerschaftsabbrüchen an Board an, für Frauen denen keine rechtliche Option zusteht.
Trailer: https://vimeo.com/ondemand/24365/111668863

Nach dem Film wird es Gelegenheit geben mit einer Aktivistin von Salud Mujeres aus Ecuador ins Gespräch zu kommen. Salud mujeres ist ein Kollektiv, bestehend aus jungen Frauen, dass für die soziale, rechtliche und kulturelle Entkriminalisierung von Abtreibung in Ecuador aus linker, femnistischer Perspektive kämpft. Ihre Arbeit begann im Zusammenhang mit women on waves. Es wird sowohl von der täglichen Praxis berichtet werden, als auch ein Einblick geben in die Entstehung dieser Bewegung.

19 Uhr UT Connewitz, Leipzig


Chemnitz: Workshop zu “Gemachtes Geschlecht – Gemachte Behinderung”

In dem kurzen Workshop über 90 Minuten soll es um die Konstruktion von Geschlecht und Behinderung in unserer Gesellschaft gehen. Die Teilnehmer_innen erfahren, was diese beiden Kategorien miteinander zu tun haben und wie und wovon die Aneignung weiblicher und männlicher Stereotype emanzipieren können; warum das nicht die Lösung sein kann und wie über all dies auch in Leichter Sprache gesprochen werden kann. Der Workshop ist als Workshop konzipiert und nicht als Vortrag – Mitmachen ist erwünscht!

Beschreibung in Leichter Sprache:
Menschen machen Geschlecht. Menschen machen auch Behinderung. Ich mache einen workshop. Der workshop dauert 90 Minuten.

Ein workshop ist so ähnlich wie Unterricht. Im workshop sollen alle mitmachen und etwas lernen. In diesem workshop lernen Sie über Männlich-Sein und Weiblich-Sein. In dem workshop lernen Sie etwas über Behinderung. Wir lernen wie Menschen Männer machen, Frauen machen und Behinderte machen.

Wir lernen, wie man in Leichter Sprache über das Thema spricht. Der workshop ist in Schwerer Sprache. Sie können mit einem Helfer kommen. Sie können mit einer Helferin kommen.

Von 18 – 20 Uhr im Alten Heizhaus, Uniteil Strana TU Chemnitz
Organisiert von FEMermaid

 


Halle: Lesung “Kulturkampf und Gewissen – medizinethische Strategien der ‘Lebensschutz’-bewegung”

Auf ihrem dritten Stopp auf ihrer Sachsen-Lesetournee stellen die Referent_innen Eike Sanders und Ulli Jentsch dieses Mal ihr neuestes Buch in Halle vor.

Um 17 Uhr an der Uni Halle, Studentisch selbstverwalteter Raum (Adam-Kuckhoff-Straße 34a)

2 Veranstaltungen am 23. Mai: Plauen und Leipzig

23.05. in Plauen: Lesung “Kulturkampf und Gewissen – medizinethische Strategien der ‘Lebensschutz’-Bewegung”

Heute findet der zweite Stopp von Eike Sanders & Ulli Jentsch auf ihrer Sachsen-Lesetournee zu ihrem neu erschienen Buch “Kulturkampf und Gewissen – Medizinethische Strategien der “Lebensschutz”-Bewegung”. Heute werden die beiden in Plauen im Projekt Schuldenberg zu Gast sein.

Um 18 Uhr im  Projekt Schuldenberg, Thiergartner Straße 4


23.05. in Leipzig: Vortrag zu “NS-Zwangsarbeit und Schwangerschaft”

NS-Zwangsarbeit und Schwangerschaft: Das Schicksal schwangerer Zwangsarbeiterinnen und ihrer Kinder im Zweiten Weltkrieg mit lokalen Beispielen

Während des Zweiten Weltkrieges verschleppten die Nationalsozialisten Millionen Männer, Frauen und Kinder aus den besetzten Ländern und Gebieten zur Zwangsarbeit ins Deutsche Reich. Etwa ein Drittel der in Deutschland eingesetzten Zwangsarbeiter_innen waren Frauen und Mädchen. Neben schwerer Arbeit, unzureichender Ernährung, fehlender gesundheitlicher Versorgung und vielfachen Gewalterfahrungen gestaltete sich die Situation von schwangeren Zwangsarbeiterinnen besonders schwierig: Für die Nationalsozialisten zählte allein der ökonomische Nutzen. Eine Schwangerschaft bedeutete Ausfall von Arbeitskraft und -zeit. Zudem stand die Geburt von Kindern durch Frauen aus vor allem Osteuropa im Widerspruch zur rassistischen Ideologie der Nationalsozialisten.

Diese berief sich zum „Erhalt des Volkskörpers“ auf die „Familie als Keimzelle der Nation“ und stellte Schwangerschaftsabbrüche „deutscher erbgesunder“ Frauen unter schwere Strafe. Schwangere Zwangsarbeiterinnen aus Osteuropa wurden jedoch unter Berufung auf die „Verhütung rassisch minderwertigen Nachwuchses“ zu Abtreibungen gezwungen.

In diesem einführenden Vortrag möchten wir einen Einblick in die Entwicklung und Anwendung des §218 zu Zeiten des Nationalsozialismus und die besondere Situation von schwangeren Zwangsarbeiterinnen geben sowie den auf rassistischen Grundlagen beruhenden Umgang mit Schwangerschaft im NS-Staat thematisieren.

Um 20 Uhr in der Frauenkultur, Leipzig

Radiobeitrag zu Abtreibungen, Informationsverboten und uns

Heute ab um 16 Uhr auf Coloradio Dresden. Erstellt von der Radiocrew des Anarchistischen Netzwerks Dresden.

Und natürlich könnt ihr uns für Interviews anfragen und auch der Teil dieser Radiosendung mit uns wird zeitnah als einzelner Part bei Freie Radios verfügbar sein.

22. Mai in Jena: Technologie. Reproduktion. Reprorevolution?

In Einstimmung auf die diesjährige ProChoice-Demo in Annaberg-Buchholz, wollen wir gemeinsam mit euch wagen die Bedeutung der Gen- und Reproduktionstechnologien innerhalb der gegenwärtigen Machtverhältnisse neu zu denken… und ihr revolutionäres Potential zu erfragen:
Medizin und Pharmakologie eröffnen heute neue Möglichkeiten für eine Reproduktion der menschlichen Gattung, die sich von der Natur als „Schicksal“ lösen kann. Ebenso offenbart sich Zweigeschlechtlichkeit damit als ein immer sozial wie technisch hergestelltes Konstrukt. Allerdings vollzieht sich diese Entwicklung unter den Bedingungen eines expandieren, globalen Marktes: Ein Outsourcing des Biologischen, z.B. durch Eizellenentnahme und Leihmutterschaft, an meist prekarisierten Frauen ist die Folge. Daher stellt sich die Frage: Warum ist es nicht möglich, den technologischen Fortschritt zu nutzen, um die Reproduktion kollektiv zu organisieren und das Patriarchat sowie das binäre Geschlechterverhältnis auf den Müllhaufen der Geschichte zu katapultieren?

In einem Vortrag hinterfragt die Referentin Kirsten Achtelik eben jene Reproduktionstechnologien vor dem Hintergrund wirtschaftlich strukturierter Lebensverhältnisse und die Vorstellung des letztlich biologisch gerechtfertigten binären Geschlechterverständnisses, das sich nun von der Natur als dessen “Schicksal” lösen kann.
Die Diplom-Sozialwissenschaftlerin lebt als freie Journalistin und Autorin in Berlin und arbeitet zu feministischer Theorie und Bewegungen in Verbindung mit der Behindertenbewegung und einer Kritik der Gen- und Reproduktionstechnologien. Außerdem recherchiert sie zur selbsternannten Lebensschutzbewegung (Abtreibungsgegner*innen)

Wann? 19:30 Uhr
Wo?Carl-Zeiss-Str. 3, Hörsaal 7, Uni Jena

Sachsenweite Lesetournee von “Kulturkampf und Gewissen” startet

Am 22.5. beginnt die Lesetournee in Chemnitz. Weitere Stopps werden am 23.5. in Plauen, am 24.5. in Halle, am 25.5. in Dresden und an 26.5. in Annaberg-Buchholz sein. Wir freuen uns über die Buchvorstellung von Kulturkampf und Gewissen. Anschließend wird es jeweils Raum zur Diskussion geben. Danke an Jungle World für das Inserat.

Zum Buch: Kulturkampf und Gewissen. Medizinethische Strategien der “Lebensschutz”-Bewegung. Berlin: Verbrecher Verlag (erschienen im März 2018)

Die „Lebensschutz“-Bewegung will in die Offensive: Sie möchte nicht nur die Zugänge zu Schwangerschaftsabbrüchen erschweren, sondern führt auch einen Kulturkampf zur Retraditionalisierung der Geschlechter- und Familienverhältnisse, um christliche Moral und das ärztliche Gewissen. Damit ist sie Teil eines konservativen bis extrem rechten, in Teilen antidemokratischen, Aufschwungs. Die Autor*innen analysieren in “Kulturkampf und Gewissen. Medizinethische Strategien der ‘Lebensschutz’-Bewegung” die neuen medizinethischen Strategien der „Lebensschutz“-Bewegung, ihre Stärken, Schwächen und internen Widersprüche. Damit liefern sie das Material für eine kritische Auseinandersetzung mit den „Lebensschützern“ – und die Grundlage für den nötigen Widerstand.

Über ein Jahr lang hat Eike Sanders, Mitarbeiterin des Antifaschistischen Pressearchivs und Bildungszentrums (apabiz) recherchiert, zusammen mit ihrem Kollegen Ulli Jentsch und der freien Journalistin und Autorin Kirsten Achtelik die Expertise zusammengestellt, gelesen und geschrieben, Thesen und Erkenntnisse mit Kolleg*innen und Aktivist*innen diskutiert. Alle Autor*innen publizieren seit vielen Jahren zu dem Themenbereich.


Die erste Veranstaltung in Chemnitz am 22.5. findet um 19 Uhr im Alten Heizhaus, Uniteil Straße der Nationen der TU Chemnitz statt. An diesem Abend könnt ihr Tickets für die gemeinsame Anreise erwerben und weitere Informationen zum 16. Juni erhalten.

Organisiert von FEMermaid
Finanziert durch den StuRa TU Chemnitz.

17.05. – Kinderküfa Dresden – Elterngruppe Upside Down

Die Kinder Küfa ist ein Ort an dem Menschen mit und ohne Kinder, Menschen egal ob jung oder alt im AZ Conni zusammenkommen können um gemeinsam rumzuhängen, zu essen, zu spielen und zu diskutieren.

Dieses Mal dreht sich der Inhalt um die Elterngruppe Upside Down. Sie kommen vorbei und stellen sich und ihre Arbeit vor.

“Upside Down Elterngruppe – aus dem Leben – Kinder mit Down Syndrom, nicht einfach aber schön, was ist heut zu Tage schon einfach?”

http://down-syndrom-dresden.blogspot.de/

Input: 16:15 Uhr
Essen: 17:30 Uh

Bunt – kreativ – feministisch

Jedes Jahr versammeln sich Abtreibungsgegner*innen im erzgebirgischen Bible-Belt zum sogenannten "Schweigemarsch". Deren Antifeminismus und Rechtskonservatismus kotzt uns schon lange an! Was können wir dagegen tun? Nun, ihr könnt auch dieses Jahr wieder zu unserer tollen, feministischen Demo gehen! Aber was die Fundis und Rechten letztes Jahr so ziemlich ärgerte: Eure bunt-kreativen Aktionen im Vorfeld! Falls euch solche Aktionen zufällig auffallen sollten oder ihr Soli-Fotos noch macht, dann schickt die uns doch gerne zu. Und kommt natürlich am 16. Juni selbst nach Annaberg-Buchholz, es gibt neben der Demo ein feministisches Straßenfest! Den Fundis und Rechten das Leben versauen: Bunt und kreativ vorher wie währenddessen und solange die Fundis schweigen werden!