Ankündigungstexte Veranstaltungen

Abortion Democracy: Poland/South Africa

Why are illegal abortions more accessible in Poland than legal ones in South Africa? This documentary feature explores and contrasts changes in Poland and South Africa regarding abortion laws and their impact on the lives of women. Abortion Democracy lets its subjects speak for themselves. Interviews include personal stories from activists, researchers, health staff, patients and other men and women who live with the problems every day. It is a thought provoking and challenging film for any audience interested in the international struggle for human rights.

Language: English/Polish with English subtitles
50 min. (Germany 2008)
Written and Directed by Sarah Diehl

Antifeminismus im deutschsprachigen Raum – Inhalte Strukturen, Argumentationsmuster

„Gender-Mainstreaming ist intellektueller Wohlstandsmüll“, „Ehe und Familie vor!“, “Unsere Demokratie entwickelt sich allmählich zur Femokratie“ – in Zeiten des parlamentarischen und
gesamtgesellschaftlichen Rechtsrucks/ Rollbacks zeigt auch der Antifeminismus seine vielfältigen Gesichter. Im Rahmen des Beitrags werden exemplarisch die verschiedenen Ausprägungen antifeministischer Aktivitäten im deutschsprachigen Raum beleuchtet. Neben religiösem Fundamentalismus, welcher unter anderem von sogenannten „Lebensschützer_innen“ vertreten wird und moderneren “Anti-Gender-Gruppierungen”, welche sich primär gegen progressive Sexualpädagogik an Schulen ausspricht, soll auch die antifeministische Männerrechtsbewegung genauer betrachtet werden. Die Bewegung formierte sich in den 80er Jahren und ist auch derzeit insbesondere in den sozialen Medien vertreten. Hierbei soll geklärt werden, welche Inhalte verschiedene antifeministische Gruppierungen transportieren, wie weit sich diese überschneiden und welchen Strategien sie sich in verschiedenen Räumen und Öffentlichkeiten bedienen.

Nach dem etwa einstündigen Input-Impuls wird es Möglichkeit zu
(kritischen) Nachfragen und zu Diskussion geben.

Len Schmid ist Sozialwissenschaftler_in, Sexualwissenschaftler_in (i.A.), Autor_in und Herausgeber_in. Len beschäftigt sich mit den Verknüpfungen von antifeministischen und rechtsextremistischen Spektren. Len hat außerdem das Buch “Lookismus Normierte Körper – Diskriminierende Mechanismen – (Self-)Empowerment” mitherausgegeben.

FaulenzA wird ihr Buch “Support Your Sisters Not Your Cisters” im Rahmen eines Workshops vorstellen:

Trans*misogynie- das ist die Gewalt, die ich erlebe, seid ich denken
kann. Ich bin mit ihr aufgewachsen, sie hat mich geprägt und
geformt. Sie hat mich tief verwundet, und klein gemacht. Immer
wieder, jeden Tag, in unterschiedlichsten Formen. Mal durch offene
Aggressive körperliche –, mal durch alltägliche, unterschwellige
Gewalt. Ich meine die Art und Weise, wie Leute mit mir reden, mich
behandeln, über mich denken – auch in der (queer)feministischen
Szene. Nun versuche ich mich stark zu machen und gegen
Trans*misogynie zu kämpfen.

Feministische Utopien zu Reproduktion und Arbeit

“… dass die Wahrheit eine Sache der Vorstellungskraft ist.”
Feministische Utopien zu Reproduktion und Arbeit.
Lesung und Diskussion mit der AG Feministische Kämpfe (FAU Dresden)

Wir leben nicht gerade in utopischen Verhältnissen. Die AFD und Pegida wollen den Menschen ein konservatives Familienbild aufzwingen, “Lebensschützer” und fundamentalistische Christen demonstrieren am 25.05.2019 in Annaberg-Buchholz erneut für ein komplettes Verbot von Abtreibung. Sexualität, Familienstrukturen, Kindererziehung sollen sich an starren Geschlechterrollen orientieren. Gegen diese Entwicklung müssen notwendige Abwehrkämpfe geführt werden.
Oft kommen wir gar nicht dazu, darüber nachzudenken, wie eigentlich eine Gesellschaft aussehen könnte, in der Geschlecht keine Rolle spielt, oder in der Geschlecht ganz andere Rollen spielt.
Wer kümmert sich dann in welchem Maß um Arbeit, Haushalt und Kindererziehung? Müssen sich überhaupt Menschen darum kümmern? Wie werden solche Dinge entschieden? Wie leben und lieben wir? Wie sehen unsere Beziehungen zueinander aus? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit gleichberechtigtes Zusammenleben möglich ist?

Auch Science-Fiction-Autor_innen haben sich diese Fragen gestellt und die Zukunft als Folie für Gedankenexperimente genutzt. Anhand von utopischen Romanen, wie beispielsweise “Planet der Habnichtse” von Ursula K. Leguin wollen wir miteinander darüber ins Gespräch kommen, wie
dieser (noch) nicht vorhandene Ort (deutsche Übersetzung des Wortes Utopia) aussehen kann, was wir unter einem besseren Zusammenleben verstehen und wie wir dahin kommen, wenn uns die Herrschenden nun mal keinen Planeten schenken.

Trans* und Elternschaft
“Hurra – Wir werden Eltern? Elternschaft infrage gestellt?”

Wenn ein Kind das Licht der Welt erblickt sieht man oft das Strahlen der Mutter in den Augen, so ist es nicht anders bei trans- oder nicht-binären oder intergeschlechtlichen Menschen. Doch werden sie auch so gesehen? Gemeinsam ergründen wir die Stellung von Personen im Recht. Welche Herausforderungen aber auch welche Chancen bietet es uns Kindschaftsrecht / Abstammungsrecht neu zu gestalten.

Referent*in: Silvia Rentzsch ist seit mehr als 15 Jahren aktiv für die Rechte von Trans* und Intergeschlechtliche Menschen. Silvia hat von 2009 bis 2015 Beratungen im Landkreis Zwickau und den angrenzenden Landkreisen durchgeführt. Als Verwaltungsfachangestellte hat sich Silvia ein umfangreiches Rechtswissen angeschafft und arbeitet aktiv im Rechtsausschuss der Bundesvereinigung Trans* Sie ist Mitglied der Gesellschaft für Sexualwissenschaften, der Bundesvereinigung Trans* und bringt ihr Wissen als Vorsitz des Verein Trans-Inter-Aktiv in Mitteldeutschland ein.

***Die Veranstaltung wird finanziert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem Bund deutscher Pfadfinder_innen.***

Selbstbestimmung und Eugenik -Die Abtreibungsdebatte in den 1980er Jahren

Der Vortrag zeichnet den Konflikt zwischen der Frauenbewegung und der Behindertenbewegung vor dem Hintergrund der sich entwickelnden Pränataldiagnostik nach. Anhand dieser Konfliktgeschichte sollen Fragen und Thesen diskutiert werden: Was bedeutete „Selbstbestimmung“ für die Frauenbewegung? Warum analysierten Krüppelfrauengruppen Abtreibungen von Föten mit „Fehlbildungen“ als behindertenfeindlich? Welches Verständnis von Natur und Körper vertraten die frauen- und behindertenbewegten Aktivistinnen? Und wie hängt der Konflikt mit der „Aufarbeitung“ der NS-Krankenmorde zusammen?

Pia Marzell lebt und arbeitet in Leipzig. Sie ist Teil des AK.Unbehagen, in welchem sie sich gerade mit feministischen Vorstellungen von Utopie auseinandersetzt. Sonst liegen ihre inhaltlichen Schwerpunkte auf der Geschichte des Nationalsozialismus und deren Implikationen in der Gegenwart, der Behinderten- und der Frauenbewegung.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Fachschaftsrat Kulturwissenschaften statt. Der Veranstaltungsraum ist barrierearm.

Virgin Tales – Film von Mirjam von Arx

Die Regisseurin Mirjam von Arx zeichnet mit «Virgin Tales» ein vielschichtiges Porträt der Familie Wilson. Der Dokumentarfilm bietet Einblick in die Welt evangelikaler Christen in den USA, welche die Keuschheit vor der Ehe als oberstes Gebot pflegen. Der Familienvater Randy Wilson ist der Erfinder der so genannten “Virginity Balls” (Jungfräulichkeitsbälle). Bei diesem Ritual der Reinheitsbälle schwören junge Mädchen, mit dem Sex bis zur Ehe zu warten. Begleitet werden sie dabei von ihren Vätern.
87min
Englisch mit deutschen Untertiteln